Finanzdienstleister kommen nicht aus dem Reputationstief

Aktuelle Studie von FleishmanHillard stellt erhebliche Reputationsmängel bei zahlreichen Unternehmen der Finanzbranche fest. Negativtrend der Branche noch nicht gestoppt. Mögliche Ansatzpunkte für Trendwende bei einzelnen Unternehmen erkennbar.

Frankfurt, 3. Juni 2014 – Die Reputationskrise bei Banken und Finanzdienstleistern hält an. Das zeigt die aktuelle Studie „The Authenticity Gap“, die von dem Beratungsunternehmen FleishmanHillard und Lepere Analytics zum zweiten Mal in Folge der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Sie analysiert die Lücke zwischen den Konsumentenerwartung und den tatsächlichen Erfahrungen, die Verbraucher mit ausgewählten Finanzdienstleistern machen, den so genannten Authenticity Gap. Im Vergleich mit 19 anderen deutschen Branchen steht der Bankensektor dabei nicht nur an letzter Stelle. Die Befragten erwarten in den nächsten zwölf Monaten auch keine Verbesserung, sondern eher eine weitere drastische Verschlechterung der Reputationsentwicklung – darauf verweisen die im zweistelligen Negativbereich liegenden Momentum-Werte, die die Marktforscher ermittelt haben. Deutschlands Bankenmanager haben demnach noch kein Gegenmittel für den negativen Reputationstrend gefunden.

Dabei zeigt die Studie auch, dass Banken zumindest in bestimmten Bereichen besser sind als ihr Ruf, etwa im Bereich Kundenservice. Den negativen Gesamttrend beeinflusst dies aber nicht. Die Hauptproblemfelder liegen an anderer Stelle: Banken gelten als extrem unglaubwürdig und sie werden inzwischen auch nicht mehr als vertrauenswürdige Arbeitgeber angesehen. Dr. Armin Sieber, Senior Vice President Corporate Affairs bei FleishmanHillard: „Beides geht Hand in Hand. Für Kommunikationsmanager wird es angesichts so schlechter Werte zur zentralen Herausforderung zu verstehen, wo die Glaubwürdigkeitsprobleme genau liegen. Die Menschen empfinden den Finanzsektor nach wie vor als hermetisch. Sie wünschen sich vor allem mehr Transparenz im Hinblick auf das unternehmerische Handeln und die konkreten Arbeitspraktiken der Unternehmen.“

Die Authenticity-Gap-Studie basiert auf einer patentierten Methode, die von FleishmanHillard und dem Marktforschungsunternehmen Lepere Analytics zur Reputationsmessung entwickelt wurde. Mit diesem Verfahren werden die wichtigsten Reputationsfaktoren für ein Unternehmen oder eine Branche bewertet und visualisiert (Authenticity Outlook). Außerdem wird die Wahrscheinlichkeit gemessen, mit der sich die Reputation entweder verbessern oder verschlechtern wird (Momentum). Die aktuell vorgelegte Studie untersucht anhand von 160 Marken in 20 Branchen in sieben zentralen Kernmärkten (USA, Kanada, Deutschland, Niederlande, Großbritannien, China und Indonesien) die Reputationssituation und den Authenticity Gap. Das Verfahren, das unabhängig geprüft und inzwischen von zahlreichen Wallstreet-Analysten und Portfolio-Managern eingesetzt wird, hilft Kommunikationsmanagern, Glaubwürdigkeitslücken pragmatisch zu erkennen, um die Reputation ihres Unternehmens damit aktiv steuern zu können.

Die Berichte zu den einzelnen Branchen können bei FleishmanHillard angefordert werden. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch eine individuelle, unternehmensspezifische Auswertung der Daten an.

Über Lepere Analytics
Lepere Analytics ist ein unabhängiges Forschungsunternehmen für Reputations- und Umsatzprognosen von Unternehmen. Die Methode von Lepere Analytics ist in den USA zum Patent angemeldet und von unabhängiger Stelle anerkannt. Sie wird von Investment-Analysten und Portfolio-Managern an der Wall Street angewandt. Lepere Analytics wurde 2007 gegründet. Es ist ein in Großbritannien registriertes Privatunternehmen mit Partnern in London und New York. Befragungen für Lepere Analytics werden online von der Firma Ipsos durchgeführt, dem drittgrößten Marktforschungsunternehmen der Welt mit Niederlassungen in 84 Ländern. Die Online-Panels entsprechen den internationalen Qualitätsstandards ESOMAR und AIMRI und sind nach den wichtigsten ISO-Standards zertifiziert.