Warum Struktur beim Netzwerken die Innovationskultur stärkt

Wer das eigene Business-Netzwerk pflegt und immer wieder neue, interessante Menschen hinzugewinnt, weiß es längst: Sich einfach treiben lassen, möglichst viel „abklappern“ und sich dann bei Kontakten nur melden, wenn man etwas braucht, funktioniert nicht so gut. Warum Netzwerken mit Struktur für mehr zielführenden Output und ein besseres Gefühl führt, weiß Caroline Pirlet, Co-Kreativ-Strategin und ausgezeichnete Zwischenmenschlerin. 

Beim Netzwerken und Zusammenwirken von Gruppen kommt es auch auf den Personenmix an – wenn es im klassischen Konferenzstil eine Auswahl von „Koryphäen“ als Quell der Veranstaltungsweisheit gibt, werden die anderen Teilnehmer:innen eher im Zuhör-Modus unterwegs sein.

Da können Networking-Formate auf Augenhöhe ganz andere Verbindungen ermöglichen: „Wenn Networking unter gleichrangigen Peers stattfinden kann, ist jede:r Teilnehmer:in ein Experte“, ordnet Pirlet ein.

Gerade hat sie für das PR Report Camp genau so eine Session konzipiert und geleitet. Hier ging es darum, dass sich Young Professionals der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen in Deutschland (GPRA) so austauschen, dass ein wirkliches Lernen voneinander möglich wird.

„Damit so ein Format funktioniert und die Wertigkeit der Beiträge aller klar wird, muss sichergestellt sein, dass alle einen Redeanteil haben und dass der dann auch möglichst gerecht verteilt ist“, sagt Pirlet.

Sie hat das im Fall des Workshops mit der Pecha Kucha-Präsentationstechnik gelöst, bei der jede:r Speaker:in 20 Bilder-Slides à 20 Sekunden bekommt. Im Anschluss gaben alle Teilnehmer:innen dem Speaker ein strukturiertes, wertschätzendes Feedback – basierend auf den eigenen Learnings und Erfahrungen. Ein Best-of individuelles Storytelling und Peer-to-Peer-Austausch: Was persönlich resoniert, regiert.

Wirkliches Wachsen geht nur mit neuen Wegen

Gerade wenn Networking in einem potenziellen Wettbewerbsumfeld stattfindet und dabei das Ziel sein soll, wirklich einen Beitrag zum gegenseitigen Wachsen zu leisten, stoßen angestammte Networking-Formate an ihre Grenzen.

Eine klare Struktur für alle und auch eine Selbstdisziplinierung zu KISS („keep it short and simple“) lädt Teilnehmer:innen zu Prägnanz ein.

Das setzt natürlich auch eine klare Intention für das Networking voraus – in einem „wir lassen uns gegenseitig in die Karten gucken“-Setting, braucht es auch eine gewisse Nahbarkeit und Mut zur Selbstreflexion aller.

Diese Strukturen funktionieren online und offline.

„Netzwerkformate mit klarem Rahmen gibt es bereits – Working Out Loud Circle, die kollegiale Beratung oder die Fishbowl-Methode sind nur einige Beispiele für strukturierten Austausch. Die Initiative, bewusst bei Veranstaltungen nicht in ein Panel- oder Vortragssetting zu gehen, ist durchaus noch ausbaufähig“ schmunzelt die Workshop-Expertin.

Wer sich zeigt, gewinnt an Innovationskraft im Ganzen

Nein, es muss nicht gleich die monatliche FuckUp Night sein. Für viele sind iterative Prozesse mit strukturiertem Teilen von Learnings, die damit verbundene Offenheit und regelmäßige Selbstreflektion, ungewohnt. Aber das Anfangen im Kleinen lohnt sich.

„Sukzessive können solche Formate über die Kommunikation Einstellungen verändern – es ist ein Schritt hin zu einer Innovationskultur, die Neues ausprobieren und kontinuierliche Verbesserung honoriert“, weiß Caroline Pirlet aus einer Vielzahl an Kundenerfahrungen.

Die Möglichkeiten heute aktiv zu werden sind so vielfältig wie die dahinterliegenden Ziele in Unternehmen – letztendlich bestimmt das Was das Wie. Doch am Anfang steht eine simple Frage: Können wir hier nicht mal was anderes ausprobieren? Als Initiator:in den ersten Schritt zu machen, kann in Teams und im Business viel Positives bewegen.

Falls Sie Lust haben, ein neues Networking- oder Austausch-Format bei sich auszuprobieren – schreiben Sie uns gern Ihre Idee. Wir bauen dann genau den richtigen Ansatz gemeinsam mit Ihnen.