Karriere-Aufstieg: Vom Trainee zur Managing Supervisorin

Karriere-Aufstieg

Karrieren verlaufen individuell: Unterschiedliche Entscheidungen, andere Wege, verschiedene Prioritäten. Allerdings gibt es typische Karrierestufen, die für alle gleich sind. Das bedeutet nicht, dass alle Karrieren das gleiche Ziel haben. Vielmehr zeigen einzelne Karrierestufen, was uns zu unterschiedlichen Zeiten motiviert, antreibt und beeinflusst.

Im Interview mit Hami Hoang blickt Eva Contzen auf ihren beruflichen Werdegang zurück. Ihren Anfang bei FleishmanHillard hatte Eva vor 15 Jahren als Trainee. Heute ist sie als Managing Supervisorin sowohl im Brand Affairs Team als auch im Corporate Communications Team tätig und betreut Kunden aus unterschiedlichen Branchen.

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Welche Aufgaben fielen während deines Traineeships an?

Ich habe wirklich alles gemacht. Ich habe am Empfang gesessen, Clippings gemacht, aber auch erste Pressemitteilungen geschrieben und recherchiert. Und ich habe die Kolleg:innen bei Presseevents wie zum Beispiel Modenschauen unterstützt. Allerdings waren damals die Traineeships auch anders als heute. Man durfte nicht an die vorderste Front, sondern musste viel mehr im Hintergrund unterstützen, durfte sich weniger ausprobieren und auch gefordert werden. Das sich hier einiges geändert hat, ist eine wirklich gute Entwicklung. Jetzt können Trainees viel selbstbestimmter und eigenverantwortlicher arbeiten.

Was sind wichtige Learnings, die du aus der Trainee-Zeit mitgenommen hast?

Erstens, zu versuchen, alles mitzunehmen und überall reinzuschauen. Selten hat man später wieder Einblick in so viele unterschiedliche Practices und kann Sachen wirklich von Grund auf lernen. Das prägt das Verständnis für Arbeitsabläufe und für die Arbeit der Kollegen.
Zweitens, wann immer notwendig, Rat einholen oder mit einem Supervisor arbeiten – so gelingt der Start viel einfacher.

Was macht dir an deiner jetzigen Tätigkeit am meisten Spaß?

Ich liebe es, mit Kunden eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung auf Augenhöhe zu schaffen und sie auch über längere Zeit zu begleiten. Ich mag es, die Kundenteams zu leiten und zu motivieren. Denn jedes Team besteht aus spannenden Beraterpersönlichkeiten und Experten, die zusammen Großes schaffen können. Ich arbeite sowohl im Brand Affairs als auch im Corporate Communications Team. Ich liebe diese beiden Ausrichtungen, die unterschiedlichen Herangehensweisen und Themen, aber eben auch das gemeinsame Verständnis von hochqualitativer Beratung und Umsetzung. Ich sitze hier auf zwei Stühlen und fühle mich damit sehr wohl.

Was sind die Veränderungen mit Blick auf Kundenberatung, Arbeitsweisen und Agenturleben, die du im Laufe der Jahre beobachten konntest?

Karriere-Aufstieg

Social Media ist eine der großen Neuerungen, vielleicht sogar die insgesamt größte Veränderung in der Art der Kommunikation. Aber auch technische Fortschritte spielen eine große Rolle. Früher habe ich Pressemappen mit CDs gepackt – und ganz früher wurden sogar noch Fotos im Ausdruck mitgeschickt! Das ist heute alles digital und weniger aufwändig. Aber auch das Miteinander in der Agentur hat sich sehr zum Positiven verändert! Es ist nicht sehr hierarchisch, Trainees und Junioren profitieren von viel mehr Teilhabe und können sich ausprobieren. Aber auch die Kollegen im Mid-Level werden weitergebildet und die Rolle der CRMs wird bewusst unterstützt. Das ist wirklich klasse. Es macht Spaß zu sehen, wie Träume, die man als Junior hatte – wie etwa ein eigenes Content-Studio für FH – umgesetzt werden.  und wir neben Allround-Beratern auch eine Vielzahl an Experten bekommen haben, mit denen wir unsere Kunden nun noch fundierter beraten und ebenso kreativ wie innovativ unterstützen können.

Welche Skills/Eigenschaften sollte man deiner Erfahrung nach für die Arbeit in einer PR-Agentur mitbringen?

Man sollte wach sein, also Interesse an Menschen, Entwicklungen und Themen mitbringen.
Teamplayer sein, denn ohne Team läuft nix und es macht auch nur halb so viel Spaß. Sich für nichts zu schade sein und Titel am besten vergessen. Das Tolle an unserer Arbeit ist ja, dass man nicht nur hinter einem Laptop sitzt, sondern auch tatsächlich draußen ist. Als Team schaffen wir große Projekte – wenn jeder mitanpackt und Jobtitel keine Rolle spielen.

Was waren besondere Herausforderungen, die du in deiner Laufbahn bisher erlebt hast und was hast du daraus gelernt? Was ist die wichtigste Lebenslektion, die du gelernt hast?

Das hat weniger inhaltlich, sondern eher auf der persönlichen Ebene stattgefunden. Da war es sicher schwierig, sich zu trauen, auch vermeintlich zu großen Aufgaben zu übernehmen. Denn das bedeutet: die Comfort Zone vergessen und daran wachsen. Das macht im Endeffekt sehr zufrieden.

Was würdest du deinem jüngeren Ich, das noch am Beginn der Karriere steht, mit auf den Weg geben?

Auf sich selbst vertrauen! Oft kann man viel mehr, als man denkt, und das ‚praktische‘ Lernen macht Spaß. Und cool bleiben, wenn ein Projekt vermeintlich nicht gelingen will – am Ende wird doch alles gut.

 

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