Wie Marken entscheiden können, welches soziale Netzwerk zu ihnen passt

Die sozialen Medien sind zu einem so wichtigen Marketingkanal geworden, dass Unternehmen jedes Jahr Millionen in die Erstellung und Pflege einer Präsenz auf verschiedenen Plattformen investieren. Die schiere Anzahl der heute verfügbaren Social-Media-Plattformen kann für Marken jedoch überwältigend sein. Das macht es schwierig, zu erkennen, welche Plattformen bespielt werden sollten und wie man diese effektiv einsetzt.

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Jedes Netzwerk hat seine einzigartigen Stärken und Schwächen. Das kann für Marken die Schaffung eines kohärenten Social-Media-Ökosystems komplizieren, mit dem sie ihre Zielgruppe effektiv erreichen und ansprechen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Social-Media-Landschaft ständig weiterentwickelt. Es entstehen neue Plattformen, bereits existierende ändern ihre Funktionen und Algorithmen.

Durch einen strategischen Ansatz beim Aufbau ihres Social-Media-Ökosystems können Marken effektiv mit ihrem Publikum in Kontakt treten, ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben und ihre Marketingziele im digitalen Zeitalter erreichen.

Eine Reihe bestimmter Faktoren kann dabei als Entscheidungs-Leitplanke bei der Überlegung helfen, ob ein bestimmter neuer Kanal in das Ökosystem aufgenommen werden soll oder nicht.

Faktor 1: Demographie der vorhandenen Community

Einer der wichtigsten Faktoren, die Sie bei der Wahl einer Social-Media-Plattform berücksichtigen sollten, ist die Demografie der Nutzer:innen.

Verschiedene Plattformen haben unterschiedliche Nutzergruppen. Daher ist es wichtig, eine Plattform zu wählen, die zu Ihrer Zielgruppe passt.

Wenn Ihre Zielgruppe beispielsweise hauptsächlich aus jungen Berufstätigen besteht, könnte LinkedIn eine gute Wahl sein.

Faktor 2: Art des Inhalts

Ein weiterer wichtiger Faktor, den es zu berücksichtigen gilt, ist die Art der Inhalte, die auf einer bestimmten Plattform am effektivsten sind.

Die einzelnen Plattformen sind für verschiedene Arten von Inhalten unterschiedlich gut geeignet. Instagram ist zum Beispiel für seine visuellen Inhalte bekannt und daher eine gute Wahl für Marken, die starke visuelle Elemente teilen möchten.

Faktor 3: MarkenwerteSocial-Media-Ökosystem

Schließlich ist es wichtig zu überlegen, ob und wie eine bestimmte Social-Media-Plattform mit den Werten Ihrer Marke übereinstimmt.

Verschiedene Plattformen haben unterschiedliche Kulturen und Gemeinschaften. Daher kommt es darauf an, eine Plattform zu wählen, die mit der Botschaft und dem Ton Ihrer Marke übereinstimmt.

Wenn Ihre Marke zum Beispiel eher formell und professionell ist, könnte LinkedIn eine gute Wahl sein. Gibt sie sich dagegen eher fröhlich und lustig, sind Instagram oder TikTok vielleicht besser geeignet.

Faktor 4: Fähigkeiten der Plattform

Auch sollten die spezifischen Fähigkeiten einer bestimmten Social-Media-Plattform unbedingt berücksichtigt werden.

Das betrifft vor allem unterschiedliche Funktionen und Tools, die Sie nutzen können, um mit Ihrem Publikum in Kontakt zu treten und Ihre Marketingziele zu realisieren.

Einige Plattformen bieten zum Beispiel robustere Werbeoptionen, während andere über Funktionen wie Live-Streaming oder E-Commerce-Integrationen verfügen. Diese können für bestimmte Arten von Marken besonders nützlich sein.

Faktor 5: Algorithmen der Plattformen

Die Algorithmen, die von sozialen Medienplattformen verwendet werden, um den Nutzern Inhalte anzuzeigen, können einen großen Einfluss auf die Sichtbarkeit und Reichweite Ihrer Inhalte haben.

Einige Anbieter wie Instagram und Facebook bevorzugen Inhalte von Freunden und Familienmitgliedern gegenüber Inhalten von Marken. Das erschwert es den Unternehmen, ihre Inhalte sichtbar zu machen.

Natürlich kann bei vielen Algorithmen nur vermutet werden, wie sie funktionieren. Dennoch gibt es – erfahrungs- und datenbasiert – einige Anhaltspunkte, was wo warum besser funktioniert.

Es ist wichtig, sich zu erinnern, dass es im Bereich der sozialen Medien keine Einheitslösung gibt. Es kann auch eine gute Idee sein, sich mit integrierter Kommunikation auf mehreren Plattformen zu präsentieren. Generell gilt aber immer: Wenn Sie etwas Zeit in die Planung investieren, können Sie ein wirklich sinnvolles und effektives Social-Media-Ökosystem aufbauen.

 

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  • Stefanie Söhnchen

    Stefanie Söhnchen ist VP Digital Strategy und leitet das Digital Strategy & Agency Marketing Team bei FleishmanHillard Germany. Sie bringt fast 10 Jahre digitales Marketingwissen für B2B und B2C mit. Sie ist eine starke Strategin durch jahrelange Consulting-Erfahrung, durch ihren...

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