Zahlen, Daten, Fakten: Wie Tech-PR das Potenzial von Studien nutzen kann

Stegbauer

Je mehr spannende Neuigkeiten und fundierte Hintergründe PR-Fachleute den Redaktionen anbieten können, desto höher sind die Chancen auf eine Veröffentlichung.  werden beiden Kriterien gerecht. So sind sie ein wertvolles Element in der Kommunikation von Tech-Unternehmen.

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Warum sind Studien ein guter Aufhänger in der Tech-PR?

Im technischen Bereich ändern sich Produkte besonders schnell. Neuheiten aus der Entwicklung revolutionieren die Märkte, Trends wecken Begehrlichkeiten. Deshalb sind Studien, die solche Veränderungen untersuchen, vor allem im B2B-Segment von Branchen wie IT, Consumer Electronics oder Elektromobilität gefragt.

Im Gegensatz zu Personality-News oder Produktmeldungen thematisieren Studien nicht den Absender selbst oder seine Leistungen. In der Regel behandeln sie die aktuelle Marktsituation, Prognosen oder Bedürfnisse von Stakeholdern.

So kann ein IT-Dienstleister etwa untersuchen, welche Anforderungen Mitarbeitende an ihre Ausstattung stellen, um bestmöglich remote zu arbeiten. Welche Begleitung wünschen sie sich zur Einführung neuer Tools? Welche Hindernisse haben sie bisher davon abgehalten, eine neue Lösung zu verwenden?

Diese Inhalte verleiten nicht zu Marketingslogans oder gar Werbebotschaften. Stattdessen ermöglichen sie, das Unternehmen als Experte zu positionieren und zum kompetenten Ansprechpartner für Branchenthemen zu machen.

Was macht gute Studien aus?

Fragen zur Demographie oder dem Arbeitgeber der Befragten erlauben Filterungen nach Unternehmensgröße, Branche oder Berufserfahrung der Teilnehmenden. So verleihen sie den Antworten noch mehr Aussagekraft.

Bei der Formulierung der Fragen lohnt es, vom gewünschten Ergebnis her zu denken; etwa einer angestrebten Überschrift oder einem Vortragstitel. Dabei helfen folgende Gedanken: Was wäre eine spannende Erkenntnis? Welche Details wecken das Interesse von Journalist:innen? Welche Fragen treiben die Branche um?

„Für 75 Prozent der Deutschen ist die Sicherheit von Onlineshops wichtiger als schnelle Lieferzeiten“ wäre eine Aussage, mit der beispielsweise Expert:innen für Cybersecurity punkten können. Gleichzeitig ermöglicht eine solche Erkenntnis den Onlinehändlern, ihre Ressourcen kundenorientierter einzusetzen. Also ist es sinnvoll, die Kriterien abzufragen, nach denen Konsument:innen einen Onlineshop bewerten.

Im Idealfall führt ein Unternehmen die Befragung nicht selbst durch, sondern beauftragt ein Marktforschungsunternehmen. Externe Experten sind nicht nur mit der Methodik bestens vertraut, sondern sorgen zudem für die notwendige Objektivität. Das unterstreicht gegenüber Journalist:innen die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse und erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine Veröffentlichung.

Welche Tipps helfen bei der Nutzung von Studien für die Kommunikation?

Studien in der Tech-PR

Ergebnisse aus Befragungen eignen sich wunderbar für eine Exklusivplatzierung und bringen damit auch Medienhäusern einen großen Mehrwert. Kommunikator:innen bieten ihrem Zielmedium noch innerhalb der Sperrfrist vor einer breit gestreuten Veröffentlichung der Daten einen Einblick oder sogar ein Interview beziehungsweise ein Hintergrundgespräch an.

Im direkten Austausch mit Redaktionen haben Sprecher:innen die Chance, Ergebnisse einzuordnen und weitere Hintergründe zu liefern. Dafür verbinden sie Statistiken mit ihrer Branchenkenntnis und erläutern, wie das Unternehmen etwa bestimmte Trends aus dem Markt interpretiert und berücksichtigt.

Reine Textwüsten sind unattraktiv. Infografiken ermöglichen Journalist:innen wie auch Leser:innen, Details schnell zu erfassen und in wenigen Sekunden viele Informationen zu verarbeiten. In Zeiten sinkender Aufmerksamkeitsspannen ist das ein echter Pluspunkt. Wichtig ist dabei, dass die Darstellungsform zu den Daten passt und etwa berücksichtigt, ob Mehrfachantworten möglich sind, oder ob die verschiedenen Angaben insgesamt 100 Prozent ergeben.

Welche Content-Formen setzen Studien richtig in Szene?

Studien eignen sich als Grundlage für diverse Formate und sind vielfach einsetzbar. Im datenbasierten Storytelling lassen sich informative Fakten mit Anekdoten und individuellen Erfahrungen kombinieren, sind so besonders anschaulich und bleiben besser im Gedächtnis. Zudem zahlen Studien auf die Thought-Leadership-Strategie ein.

Ob als Aufhänger für einen Fachartikel, aufgeteilt in snackable Content auf Social Media oder als Einstieg für eine Barcamp-Session: Kommunikator:innen können immer wieder auf Details aus der Befragung zurückgreifen und Materialien mit objektiven, fundierten Erkenntnissen anreichern. Diese Insights wissen Zielgruppen und auch Medien zu schätzen.

Durch die langfristige Nutzung macht sich der hohe Aufwand für die Konzeption, Durchführung und Auswertung einer Befragung bezahlt. Das macht Studien zu einem wertvollen Element für die PR von Tech-Unternehmen.

 

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  • Ann-Charlott Stegbauer

    Ann-Charlott Stegbauer ist als Managing Supervisor in der Technology, Manufacturing & Industrials Practice tätig und verfügt über mehr als sieben Jahre Erfahrung in PR und Kommunikation. Zu ihren Schwerpunkten zählen die strategische Beratung sowie die Entwicklung und Umsetzung von integrierten...

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