Erneuerbare Energien – Schlüssel für eine sichere Versorgung und wirtschaftlichen Erfolg

von
Dr. Thies Clausen, Hendrik Köstens

Laut der Online-Umfrage „European Energy Crisis“ der TRUE Global Intelligence, einer hauseigenen Forschungsabteilung der Kommunikationsberatung FleishmanHillard, sehen Unternehmen in der konsequenten Verbesserung der Rahmenbedingungen für private Investitionen in erneuerbare Energien eine zentrale Antwort auf die anhaltende Energiekrise und den Schlüssel für eine gesicherte Energieversorgung in der Zukunft.

Berlin/ Frankfurt, 23. Februar 2023 – Ein Jahr nach dem Beginn des von Russland begonnen Krieges gegen die Ukraine und der sich daraus entwickelnden Energiekrise, schätzt die Bundesnetzagentur (BNetzA) eine Gasmangellage für diesen Winter als unwahrscheinlich ein. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die Vorbereitungen auf den nächsten Winter und den Aufbau einer klimaneutralen und sicheren Energieversorgung für die Zukunft.

Vor dem Hintergrund der insbesondere europäischen Energiekrise hat die TRUE Global Intelligence Abteilung von FleishmanHillard weltweit 897 Führungskräfte online unter anderem dazu befragt, worin sie die größten Herausforderungen für ihre Unternehmen sehen, wie sie darauf reagieren und welche Erwartungen in Bezug auf die Energiepolitik bestehen.

Energiekrise eine der größten Herausforderungen

Insgesamt gaben 61 Prozent der Teilnehmenden an, sie seien “sehr besorgt” über die Inflation, gefolgt von den Spannungen zwischen dem Westen und Russland (53 Prozent) sowie der europäischen Energiekrise (51 Prozent). Die Besorgnis über den Klimawandel und extreme Wetterverhältnisse lag mit 42 Prozent an vierter Stelle, gefolgt von den problematischen Beziehungen zwischen China und den USA (33 Prozent).

Führungskräfte denken Energiesicherheit und Klimaschutz zusammen

Tortendiagramm

Als Reaktion auf die steigenden Energiepreise lassen viele europäische Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen telearbeiten und investieren in erneuerbare Energien. Länderübergreifend wollen die Führungskräfte einen Kompromiss finden zwischen einer sicheren Energieversorgung und den Klimazielen. 52 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die EU-Staaten neue Energiequellen erschließen können, um ihre Bürger:innen und Unternehmen mit Wärme und Strom zu versorgen, ohne ihre Klimaziele aufzugeben. 21 Prozent fordern, dass die Staaten vorrangig an ihren Klimazielen festhalten sollten, auch wenn das höhere Preise für Wärme und Strom zur Folge hätte.

Mehrheit sieht in erneuerbaren Energien den Schlüssel für eine sichere Versorgung

Um eine angemessene Energieversorgung zu gewährleisten, sollten nach Ansicht der Mehrheit der befragten Führungskräfte private Investitionen in erneuerbare Energien (59 Prozent) verstärkt angereizt werden. So gehen dann auch 75 Prozent der Befragten davon aus, dass die Energiekrise zu einem Wachstum des Marktes für erneuerbare Energien führen wird. Auffällig ist, dass die deutschen Führungskräfte weniger Vertrauen in diese Entwicklung haben (67 Prozent) als ihre Kolleg:innen in Frankreich (70 Prozent), Spanien (80 Prozent) und Italien (85 Prozent).

„Ob die Energiekrise Klimaschutzbemühungen zurückwirft oder beschleunigt, ist eine ganz entscheidende Frage. Die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen hat eine klare Antwort: Sie haben das strategische Potenzial von Klimaschutz und Klimaschutztechnologien erkannt und erwarten umfassende politische Maßnahmen, die den Wandel weiter vorantreiben. Vor dem Hintergrund der Skepsis unter deutschen Führungskräften sollten Bund und Länder den eingeschlagenen Pfad der Beschleunigung der Energiewende konsequent fortsetzen.

Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen einfacher, kürzer und digitaler und die vorgesehenen 2 Prozent Landesfläche für den Ausbau von Wind und PV müssen gesichert bereitgestellt werden. In diesem Prozess empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden, zu analysieren, was das für ihre strategische und politische Kommunikation bedeutet“, sagt Dr. Thies Clausen, Head of Corporate Public Affairs bei FleishmanHillard.

Methodik

Teilgenommen haben an dieser Online-Umfrage 897 Führungskräfte, die für strategische Entscheidungen in den folgenden neun Märkten verantwortlich sind: China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Spanien, Südkorea und USA. Die weltweit agierenden Unternehmen sind in unterschiedlichen Branchen tätig, z. B. im Finanz-, Banken- und Versicherungssektor (21 Prozent), Produzierendem Gewerbe (20 Prozent), in Unternehmensdienstleistungen (12 Prozent) und weitere.

 

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  • Hendrik Köstens

    Hendrik Köstens arbeitet seit April 2021 als Managing Supervisor im Berliner Büro von FleishmanHillard. Sein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der deutschen sowie europäischen Energie- und Klimapolitik. Vor seinem Wechsel arbeitete Hendrik sechs Jahre beim Tagesspiegel Verlag, wo er als Chef...

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